Richard Marasas

Ober dem Reiterweg 7
66885 Altenglan


 
Eine Hommage an Schönheit des Westrich

Der Altenglaner Künstler Richard Marasas: Stimmungsvolle Landschaftsbilder und Bauernmalerei

Von Yvonne Dick

“Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.” Dieser Gedankensplitter von Pearl S. Buck könnte auch als Leitmotiv für die Landschaftsbilder des Künstlers Richard Marasas stehen - stellen sie doch eine Hommage an die Schönheit und Vielfalt des Westrich dar.   
Richard Marasas wurde im Jahre 1927 in Ostpreußen geboren und lebt seit 1950 in Altenglan. Der Künstler  war unter anderem als Busfahrer und Dreher tätig, bevor er 1986 in Ruhestand ging. Hatte sich der erklärte Hobbymaler schon als Kind  für die Malerei interessiert, so konnte er sich in den letzten 13 Jahren autodidaktisch und durch Kurse  weiter entwickeln. 
Sein künstlerisches Schaffen ist von Jahreszeit zu Jahreszeit verschieden: So steht etwa bei schönem Wetter im Frühling und Sommer und mit der entsprechenden Muse die Landschaftsmalerei mit Ölfarben im Mittelpunkt.
Auf der Suche nach stimmungsvollen Plätzen wird Marasas durch die Vielfalt der näheren Umgebung, seines unmittelbaren Lebensumfeldes, inspiriert. Vor allem fesseln ihn die Berge des Kuseler Landes wie der Potzberg oder auch der Herrmannberg, die er meist direkt vor Ort auf Leinwand festhält.
Die Darstellung der vertrauten Sehenswürdigkeiten sei für ihn deshalb interessanter als die fremder Motive, da er sich mit diesen eher verbunden fühle. Aber auch Kindheitserinnerungen an die Heimat werden über die Bildende Kunst "konserviert". Viel Wert legt der Maler dabei auf eine realistische Darstellung der Natur und eine klare Aussage.  Mit feinem Pinselduktus entstehen so Bilder mit viel Liebe zum Detail. Nur wenn es die Harmonie verlangt, werden gegebenenfalls noch ein Busch oder ein Baum ergänzt.
Im Herbst und Winter dagegen, wenn es draußen ungemütlich ist und ein Schaffen unter freiem Himmel unmöglich wird, widmet sich Richard Marasas nunmehr seit zehn Jahren der gegenständlichen Bauernmalerei.  Dabei bemalt er sowohl konventionelle Träger wie Teller und Vasen, aber auch ganz einfache Schieferplatten werden mit bunten Blumenmustern in kräftigen Farben verziert.
Auch Freunde lassen sich gerne von ihm ihre Haushaltsgegenstände verschönern. Und darin sieht der Künstler den Sinn seiner Kunst: Nicht die Welt zu erobern, sondern sich und anderen Menschen eine Freude zu bereiten.
I
Aus: Westricher Rundschau (Lokalausgabe der Rheinpfalz, Kusel), 2. März 2000
 

Werke (Auswahl):

 

Glantalpartie bei Ulmet
Ölmalerei, 40cm x 50cm, 1989
 
 
 
 

Remigiusberg und Potzberg
Ölmalerei, 40cm x 50cm, 1991
 
 
 
 

Burg Lichtenberg
Ölmalerei, 50cm x 70cm, 1993



 
 

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